Inzwischen bin ich gelassener geworden. Erstens sind Maschinen weit davon entfernt, der menschlichen Fantasie Konkurrenz zu machen.

Noch kann eine KI Musik nicht erleben, nur erschaffen.

Sie kann mit den Klängen, die sie produziert, nicht in Kontakt treten, kennt keinen Schmerz, keine Enttäuschung, kein Glück.

Wenn wir Beethovens Neunte hören, dann hören wir nämlich nicht nur Töne oder Melodien, sondern auch die Verzweiflung eines alternden, taub gewordenen Genies, das Ende eines reichen Lebens, das sich in einem gewaltigen Kraftakt ein letztes Mal in den Himmel schraubt.