Seit Jahrhunderten suchen
Architektinnen und
Komponisten nach 
fassbaren Regeln und 
Gesetzen, die Bauwerke 
und Musik zueinander
in Beziehung setzen.

In der Antike
sahen Gelehrte
die Verbindung
zwischen Musik und
Architektur in
der Mathematik.

Platon, Aristoteles und andere 
glaubten, dass nur jene Künste, 
die Zahlen, Maße und
Proportionen anwenden,
Schönheit zu erzeugen 
vermögen. 
Deshalb spiegeln sich 
Zahlenrelationen, die in der 
Musik als harmonisch 
empfunden wurden, auch 
in der Baukunst der 
griechischen Antike wider.
Intervalle und Takte wurden 
in Grundrisse und 
Raumverhältnisse umgesetzt.  

In den dorischen
Tempelanlagen von

Paestum aus dem
6. Jh. vor Christus

etwa gehen Linien

und Details mit
Melodietypen und

ihrem Aufbau einher.

Der römische Theoretiker Vitruv 
forderte 500 Jahre später sogar,
 ein Architekt habe 
zuallererst die Theorie der 
Musik zu verstehen.